Mit diesem Foto könnten wir den (oder das?) Post vom Richtfest eigentlich schon beenden, denn damit ist eigentlich alles gesagt.
Machen wir aber nicht.
Es gab den ganzen Tag über viel zu tun, aber wir haben alles fein aufgeteilt:
Das große Baufräulein war im Kindergarten.
Der Bauherr war arbeiten, Bierzeltgarnituren von Freunden borgen, Getränke kaufen und hat im Haus alles aufgebaut.
Die Baudame war einkaufen, hat Brezeln und Nusskuchen gebacken, Brötchen geschmiert und Namensschilder für die Nachbarn (Bilder der jeweiligen Häuser als Hintergrund) gebastelt.
Das kleine Baufräulein war mit beim Einkaufen und hat Mittagsschlaf gehalten.
Die Maurer haben geklinkert.
Die Zimmerleute haben den Dachstuhl errichtet.
Pünktlich zu 16 Uhr war der Rohbau ausgefegt, wovon am Ende des Tages allerdings nicht mehr viel zu sehen war, der selbstgemachte Richtkranz aufgehängt, und der Zimmermeister brachte sich in Position:
Unter Augen und Ohren des Maurertrupps, der anderen Zimmerleute und der Nachbarn wurde uns in Reimen der Rohbau quasi übergeben - inklusive Schnapsglaswurf, den Franziska nicht als solchen wahrgenommen hat, was sonst sicher zu Irritationen geführt hätte.
Anschließend wurde unser Buffet leider nicht ganz geplündert. Gerade bei den Kindern fanden die belegten Brötchen weitaus weniger Anklang als Gummibärchen und Kinderschokolade. Klingt komisch, ist aber so.
Weder an den Brötchenresten noch den den vielen netten Geschenken für Groß und Klein, mit denen wir nicht gerechnet hatten, wollen wir das Gelingen unseres Richtfestes messen. Wir hatten einen wunderschönen Tag, haben Nachbarn aus 10 (werdenden) Häusern näher kennengelernt und freuen uns auf eine gute Nachbarschaft.
Einige Familien werden gestern Abend über die Anschaffung eines Hochdruckreinigers nachgedacht haben. Für die Kinder war es - neben Gummibärchen und Kinderschokolade - das größte Vergnügen den Wall aus abgetragenem Mutterboden zu erklimmen und ihn wieder herunterzurutschen:
Übrigens: Wer sich wundert, dass wir noch nicht von der Größe der Kinderzimmer und des Badezimmers geschwärmt haben, braucht nicht zu befürchten, dass wir uns in den Maßen verschätzt hätten und keine Verschläge präsentieren wollten. Wir haben unseren Rohbau ohne Innenwände im Dachgeschoss bekommen, nicht etwa weil wir loftartig wohnen wollen, sondern die Innenwände auch bei schlechtem Wetter gesetzt werden können und der Klinker an diesen traumhaften Tagen Vorrang hat.
Falls die Klimakatastrophe uns bis zum Einzug nur noch Sonnenschein beschert, werden unsere Innenwände aber auch ohne Regen gemauert.
Fazit: Toller Tag, zufriedener Bauherr, zufriedene Baudame, zufriedener Bausachverständiger, zufriedener Bauträger, von dem es übrigens einen großen Blumenstrauß gab, toller Rohbau. Weiter so.
Nachbarn wussten zu berichten, dass auf dem Feld hinterm Haus leider keine Erdbeeren, sondern bloß Spargel angebaut wird. Schade...











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