Mittwoch, 19. September 2012

Es kam, wie es kommen musste...

Die Abnahme fand am vergangenen Freitag nicht statt, da weder der Elektriker noch der Sanitärmensch fertig war - und das, obwohl beide gesagt hatten, sie würden fertig.
Da ist wochenlang Zeit und dann werden die zwei letztmöglichen Tage veranschlagt. Die Sanitäter verschwanden Freitag einfach, ohne etwas zu sagen, weder uns noch dem Bauleiter, dessen Stimmung entsprechend war.
Zu diesem Zeitpunkt sah die Lüftungsanlage so aus:


Auch ohne technischen Sachverstand ist zu erkennen, dass die wohl nicht funktionierte. Selbiger Betrieb hatte uns vor dem Urlaub die Hölle heiß gemacht, er brauche die Maße der Waschtische, damit die Anschlüsse entsprechend gelegt werden können. Also haben wir die Dinger hier aufgebaut, abfotografiert, vermessen, die Messergebnisse auf einer Skizze eingezeichnet und dem Betrieb zugemailt. Vom PC bis zum Installateur war die Skizze mit den relevanten Zahlen verloren gegangen, wir mailten noch mal und das führte im Bad unten zu diesem Ergebnis:



Die untere Schublade lässt sich nicht schließen und die obere wurde gar nicht erst eingebaut, weil das Rohr zu weit aus der Wand guckte! Das ist aber inzwischen behoben.
Am Montag nach der geplatzten Abnahme waren übrigens weder Elektriker noch Sanitär da. Mittlerweile hat aber auch die Zahl der eingebauten Steckdosen zugenommen, in den Spotlöchern sind Lampen, aber keine Rahmen (Heißen die so?), aber das klappt ganz bestimmt bis Freitag halb drei...

Wir waren in der Zwischenzeit ziemlich fleißig:

Julias fertiges Kinderzimmer
K3 ist mit Rauhfaser tapeziert.

Franziskas fertiges Zimmer
Der Garderobenschrank in der Garderobennische - mit Verspätung eingebaut, weil weder die Steckdose für die Schrankbeleuchtung funktionierte noch der Boden versiegelt war.

Die Küche ist gestrichen.
Das Wohnzimmer ist nahezu fertig tapeziert. Während ich blogge, bekommen die Stürze die Tapete.

Zur Tapete ist noch folgendes zu sagen:
Die Wand zur Küche und der Erker haben eine andere Tapete als der Rest Wohnzimmer, um die Bereiche voneinander abzugrenzen. Tatsächlich ist der Unterschied doch nicht so riesig geworden. An dieser Stelle möchte der Mann, der gar nicht gemerkt hat, dass es sich um zwei verschiedene Tapeten handelt, namentlich nicht erwähnt werden.
Im Geschäft fanden wir die Tapete fürs Wohnzimmer sehr schön. Nach erfolgreicher Bestellung und Abholung sahen wir sie uns nicht weiter an und waren über den dunklen Farbton einige Zeit später entsetzt, so dass wir über Überstreichen nachdachten. Daniel überprüfte im Geschäft, ob wir die richtige Bestellung erhalten hatten. Hatten wir, wollweiß wie bestellt, auch wenn's im Musterbuch heller wirkte.
Also tapezierten wir Probe und fanden die Tapete zu gelblich-schmutzig-dunkel-jutebeutelig. Wollweiß eben.
Nach einigen tapezierten Bahnen merkten wir aber, dass dieser Eindruck nur bestehen bleibt, solange nicht alles tapeziert ist. Auf dem oberen Wohnzimmerfoto sieht man sehr deutlich den Unterschied zwischen weißer Grundierung und Tapete, was für uns nicht schön aussieht.
Auf dem zweiten Wohnzimmerfoto ist die ganze Wand zu sehen und wir sind von dem Ergebnis begeistert und streichen nicht über. Wir mögen unsere Shaun-Tapete.
Die Esszimmertapete war von Anfang an so schön wie erwartet, zierte sich aber davor, fotografiert zu werden. Vielleicht bekommen wir sie noch vor die Kamera.
 
Freitag vor der Abnahme (haha) war übrigens noch der Blower-Door-Test. Und der ging so:








Alle Öffnungen wurden verschlossen. In den Löchern für die Lüftungsanlagen wurden Ballons aufgepumpt, so dass keine Luft mehr dadurch strömen konnte. Die Garagentür wurde durch diese Apparatur ersetzt und der Tester teststet überall, wo Luft strömen könnte. Nachzubessern waren

  • die Haustür
  • das Fenster im Gäste-Bad
  • eine Steckdose
  • die Lampenauslässe bei Julia und in K3 und
  • ein Abflussrohr im Bad.
Unser Garagentor funktioniert nun auch elektrisch, per Schalter und Fernbedienung und braucht dazu diesen Motor:
 

 
 
Allerdings schließt das Tor noch nicht ganz, da das Pflaster nicht hoch genug gelegt wurde. Nachbessern - und bitte nicht nur das Pflaster in der Garage, das durch den Bauträger gelegt wurde, sondern auch das Einfahrtspflaster draußen, das wir haben verlegen lassen! Schließlich konnte sich unser Pflasterer nur nach dem richten, was er vorgefunden hat, und ich möchte nicht in die Garage wie über eine (kleine) Bordsteinkante fahren müssen.

Die Bodenluke gibt es seit vergangenen Donnerstag und schließt sehr gut. Julia ist begeistert von der Leiter, die gefällt ihr fast so gut wie die Treppe.






Jetzt reicht's langsam sowohl mit Handwerkern als auch mit Eigenleistung. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage, aber ich will endlich putzen und (ohne dieses Und kann ich die Aussage nicht so stehen lassen!) noch viel lieber ins geputzte Haus einziehen. Ein paar Tage noch, dann ist's so weit. Juchuh!!!!



 

Montag, 10. September 2012

Tripp, trapp, Treppe!

Wir haben uns gar nicht richtig verabschieden können und jetzt ist sie fort. Unsere Leiter, die wir haben, seitdem nicht mehr gemauert wird, ist weg und wir sind überhaupt gar kein bisschen traurig, denn wir haben endlich unsere Treppe!

Treppe
Aufgang
oben angekommen
von oben nach unten
Ihre volle Schönheit lässt sich bereits unterm Malervlies erahnen.
 
Wie angekündigt ging's auch bei den Pflasterarbeiten weiter. Alle Lücken wurden mit bereits parat liegenden und nun auch zurechtgeschnittenen Steinen gefüllt, und zwar mit diesem Ergebnis:



Wir harren der Dinge und der Handwerker, die da noch kommen und vielleicht sogar die Abnahme für Freitag möglich machen. In Anbetracht der vielen (kleinen) Baustellen wage ich das allerdings zu bezweifeln, auch wenn wir vom Bauleiter nichts Gegenteiliges gehört haben.

Sonntag, 9. September 2012

Weitere beachtliche Fortschritte

Den Blog haben wir in letzter Zeit sträflich vernachlässigt, weil irgendwie einfach keine Zeit war. Der Tag hat nur 24 Stunden und wir zwei Kinder und auch ein gewisses Grundbedürfnis nach Schlaf.
Also, hier in Kurzform, was passiert ist:

30.08.
  • Einbau Garagentor
  • Schlafzimmer: Streichen
  • Gäste-WC: Tapezieren, Teil 1 von vielen, die Tapete ist wirklich schön und ziemlich blöd zu tapezieren. Die Kassiererin bei Toom stellte bei einem erneuten Kleistereinkauf in der vergangenen Woche fest: "Sie haben doch neulich erst so viel Kleister gekauft!" Die Tapete frisst Kleister und lässt sich schlecht mit dem Cuttermesser bearbeiten.
  • Wohnzimmer: Parkettlegen - schlechte Kalkulation: Es bleibt vorerst ein unparkettierter Streifen. Wenigstens ist es handelsübliches Parkett, das schnell beschafft werden kann. Es soll Bauherren geben, denen 3 Fliesen fehlen, weil der Fliesenleger schlecht kakuliert hat und der portugiesische Produzent im Sommer den Laden dicht lässt. Wir hoffen, dass auch diese Löcher inzwischen gestopft sind!

31.08.
  • Alle Steine, die nicht geschnitten werden müssen, liegen an ihrem Platz. Da mehr Zeit benötigt wurde als kalkuliert und noch andere Aufträge anstehen, geht es bei uns erst am 10.09. weiter.
  • Julia: Streichen
  • Gäste-WC: Fortsetzung
  • Bad: Die Spots liegen nicht wie bestellt mit den Löchern der Lüftungsanlage in einer Flucht, weil der Elektriker die Schlagschnur parallel zur schiefen Wand gelegt und nicht durch die Lüftungsanlagenlöcher gezogen hat. Beschwerde.

01.09.
  • Gäste-Bad: fertig tapeziert
  • Bad: Wand geschmirgelt 
  • Flur: Grundierung Decke und Streichen
  • Diele: Streichen 

02.09.
  • Bad: Schräge, Waschtischwand und WC-Vorsprung tapeziert
  • Flur: Decke streichen 
  • Gäste-WC: Streichen

03.09., erster Schultag
  • Bad: Überlegung des Elektrikers, wie Spots korrigiert werden können; Tapezieren

04.09.
  • Gäste-WC: Streichen
  • Arbeitszimmer: Streichen
  • Bad: Spots sind korrigiert

05.09.
  • Bad: Tapezieren, ein Streifen muss noch
  • Julia: Streichen
  • Schlafzimmer: Streichen
  • Anlieferung Türen, Einbau erster Zargen
  • Diele: Die Klingel sitzt zu tief für den Garderobenschrank, Bitte um Korrektur  - warum liegt wohl die Steckdose für die Schrankbeleuchtung so besonders hoch?

06.09.
  • Einbau der Türen
  • Bad: Decke tapezieren, nun mit Spots und Lüftungslöchern in einer Flucht, Jubel bei der Baudame, die der Versatz erstaunlicherweise mehr gestört hat als den Bauherrn
  • Flur: Tapezieren der Schräge in luftiger Höhe


07.09.
  • Flur: Streichen Decke


08./09.09.
  •  Einlösen dieses Hochzeitsgeschenkes

 
Für alle Interessierten, die nicht auf unserer Hochzeit waren: Wir wollten gerne Luftballons steigen lassen, was wir auch geschenkt bekamen. Diese feinen Karten bekamen wir noch dazu und 17 Karten bekamen wir auch zurück. Die meisten davon haben wir auch - schon - eingelöst, aber diesen einen hatten wir uns extra noch aufgespart. Gott sei Dank standen weder Verfallsdatum noch Entfernung zum Schenker darauf. Diese unglaublich netten Menschen haben doch tatsächlich die Anreise von 300 km auf sich genommen und ihren Gutschein eingelöst - und vergessen abzuzeichnen ;o). Ich sollte von der Hilfe nichts schreiben. Vielleicht können wir den Gutschein noch mal einlösen. 


Daniel streicht die Decke im Flur fest.

unsere Haustür

Blick von der Diele in den Essbereich

Blick vom Wohnzimmer Richtung Küche mit fehlendem Parkett

Terrasse

höher gesetzte Klingel

fertige Malerarbeiten im Gäste-Bad

Diele oben mit Türen

Wer hätte es gedacht: unser Garagentor

im Flur

Der Profi bei der Arbeit.
Die Endmontage ist bisher weder im Bereich Sanitär noch im Bereich Elektro erfolgt. Mal sehen, ob der Bauleiter außer uns und unserem Bausachverständigen noch jemanden über die geplante Endabnahme am 14. unterrichtet hat.
Morgen kommt jedenfalls die Treppe.

Das wird alles so schön!

Mittwoch, 29. August 2012

angepeilter Übergabetermin 14. September!

Gestern und heute ging es wieder etwas langsamer voran, denn der reibungslose Ablauf im Haus (auf der Baustelle passt nicht mehr richtig) wurde durch zwei Damen vom Gewerbeaufsichtsamt gestört, die auf der Suche nach Schwarzarbeitern waren. Nee, so lange haben die nicht gestört, es ging einfach langsamer voran. Trotzdem hat uns der Bauleiter mitgeteilt, er peile den 14.09. als Übergabetermin an. Juchuh!

Parkett
  • liegt oben im Flur und im Arbeitszimmer
Arbeitszimmer mit Waschtischen und Waschtischmöbeln

  • es fehlt: das Wohnzimmer, die Fußleisten und Gestaltung der Dehnungsfugen. Das macht der eigentlich vom Bauunternehmer beauftragte Parkettleger. Die bisherigen Arbeiten hatte eine Urlaubsvertretung übernommen.


 Fliesenleger
  • Sockelleisten im HWR und Bädern
  • wegen der noch fehlenden Türzargen noch mit Löchern

Pflasterarbeiten
  • weiter Arbeiten an den Wegbegrenzungssteinen
  • parallel dazu: erstes Pflastern vor der Garage, was allerdings parallel zum Haus und nicht zur Garage ausgerichtet war und umgelegt werden musste
  • Weiterpflastern Richtung Haustür und Vorbereitungen hinterm Haus








Tapezierarbeiten
  • Decke im Wohnzimmer zweimal gestrichen, bevor der Parkettleger Donnerstag kommt
  • Wände im Wohnzimmer gestrichen, jetzt gleichmäßig gefärbter Untergrund für die Tapete
  • Decke in der Diele tapeziert
  

  • Decke im Bad oben zur Hälfte tapeziert - das geht für uns Laien wirklich nur zu zweit. Da wir unsere Kinder irgendwann sehen wollten und nach dem Ins-Bett-Bringen nicht zurück ins Haus konnten, wird man im Moment noch an die Unvollendete erinnert.
Geschichten aus dem Leben: Frau im Baumarkt
Gestern Morgen habe ich versucht, eine Schlagschnur zu kaufen. 
Bei Toom gibt's so was nicht. Mitarbeiterin an der Info, nachdem ich ihr erklärt hatte, was eine Schlagschnur ist: "Weiß ich nicht, wo wir so was haben. Da kann ich jetzt auch nichts machen. Meine Kollegen gehen nicht ans Telefon!" Irgendwann ging doch einer ans Telefon und ich wurde Richtung Zollstöcke geschickt. (Bei Obi kommen die Mitarbeiter immer mit...) Nach erneuter Nachfrage kam die Dame mit, konnte aber auch nichts finden. Nach erneutem Telefonat: "Nein, das haben wir nicht. Da ist ja noch nicht einmal ein leerer Regalplatz. Sind Sie noch länger im Markt?" "Nein ich fahre jetzt zu Obi." Warum hätte ich länger im Markt bleiben sollen? Hätte sie mir eine Schnur mit Kreide bemalt und mir mitgegeben?

Auf dem Weg zu Obi lag aber noch Hammer, wo mir wesentlich freundlicher erklärte, so etwas sei nicht im Hammer-Sortiment.

Gegenüber bei Impex, im Baumarktoutlet folgender Dialog, nachdem der Verkäufer die Unterhaltung mit dem Kollegen zu Ende geführt und noch einen großen Schluck Kaffee getrunken hatte: 
"Nee, haben wir gerade nicht da." 
"Gerade nicht, wann kommt's denn wieder rein?" 
"Weiß ich nicht, wir sind nur ein Outlet!!!" (etwas entnervt) 
"Ich habe nur gefragt."
"Fahren Sie zu Bauma Wulf. Die müssten das haben." (wesentlich freundlicher)

Also zu Bauma Wulf, auch auf dem Weg Richtung Obi. Bauma Wulf hat ein mindestens fußballfeldgroßes Gelände mit Fliesen, Steinen und Haste-nicht-gesehen und dazwischen ein schrömmeliges Zimmerchen mit Baumarktutensilien. Hier also die erneute Frage nach der Schlagschnur.
"Ja klar, hier hier vorne gleich links."
an der Kasse: "Da ist noch keine Farbe bei. Die müssen Sie extra kaufen."
"Ja klar, sonst ist die Schlagschnur irgendwie nutzlos."
Netterweise zog der Kassierer mit mir Richtung Regal, um mich dort vor die Wahl zu stellen, ob blau oder rot.
wieder an der Kasse ein anderer Kunde: "Sie sind das mit der Schlagschnur. Hab ich mir gemerkt, weil ich auch eine gekauft habe. Bei Obi gibt's das nicht."
Preisanfrage an den Kassierer: "Ja, die Schnur so um die 16 €, die Farbe auch noch mal um die 5, also etwa 20 €, aber da kommt noch Rabatt runter."
Kurzes Telefonat, er kann endlich die Sachen scannen und kassieren: "Weil Sie so lange warten mussten, sind's jetzt nur 11,16 €."

Sah ich in einer absoluten Männerdomäne zwischen langhaarigen, schmierigen, miefigen Männern mit Bestellungen für mehrere hundert Euro und Fachsimpeleien über mögliches Aufquellen irgendwelcher Spezialartikel, die es nur in 3 cm Breite gibt, so bemitleidenswert aus? Oder wollte er mich von Anfang an verschaukeln und gucken, wie viel das dumme Frauchen bereit ist, für eine Schlagschnur zu zahlen? 
 

Montag, 27. August 2012

Uijuijuijuijuijuijuijuijui, der Bauzeitenplan wackelt!

Im Haus geht es so rasant voran, dass wir mit dem Bloggen kaum mehr nachkommen.

Rückblick:
Samstag, 25. August - fotolos
  • Franziskas Zimmer fertig tapezieren und weiß streichen
  • im Schlafzimmer Schrägen und Decke tapezieren - fieses Gefluche beim Friesengiebel, Beginn mit Rauhfaser
  • Schräge im dritten Kinderzimmer tapezieren
 Sonntag, 26. August
  • Schlafzimmer tapezieren
 

 


  • Julias Zimmer tapezieren
     
 

  • Franziskas Zimmer unter der noch anzuklebenden Bordüre rosafarben streichen 


Und schon sind wir am heutigen Tag angekommen.


Der Fliesenleger hat die Diele fertig gefliest und angefangen, die Sockelleisten in der Küche anzubringen. Es ist erstaunlich, wie schnell sich das Auge an silbergraue Fugen gewöhnt. Als er mit der Küche anfing, fand ich den Boden auch ohne Fugen schön. Nun ist er natürlich noch schöner, aber die unverfugten Sockelleisten sind hässlich und nicht fotografiert.

fertige Diele - wer nach oben oder ins Gästebad wollte, musste durch die Haustür. Küche und Wohnzimmer waren durch die Garage und den HWR zugänglich; das Arbeitszimmer war komplett gesperrt, nachdem die Parkettleger sich Material nach oben geschafft hatten.
Und da sind wir auch schon beim nächsten Gewerk. Gestern Abend war es ziemlich spät, so dass wir im Schlafzimmer und in Julias Zimmer nicht mehr aufgeräumt hatten. Franziskas Zimmer war für den Arbeitsanfang frei, und während dort der Boden verlegt würde, könnten wir aufräumen, dachten wir. Typischer Fall von "Denkste!". Franziskas Zimmer war als Materiallager frei und die Parkettleger fingen mit dem dritten Kinderzimmer an.
Eh wir uns versahen, war das Zimmer fertig. Und Franziskas auch. Und Julias auch. Und das Schlafzimmer auch. Jedenfalls mit den Belägen; Fußleisten und Behandlung kommen noch.

Franziskas Zimmer
Julias Zimmer

3. Kinderzimmer - im direkten Vergleich tatsächlich dunkler als die anderen Räume, aber an Vitamin-D-Mangel wird das einstige Nesthäkchen nicht Mangel leiden, schließlich gibt es Vitaminpräparate in der Apotheke und diese Sonnenlicht-simulierenden Lampen...
Schlafzimmer

Während die Parkettleger fleißig legten oder besser gesagt wegen der Fußbodenheizung klebten, kam der Bauleiter und stellte fest, dass der Bauzeitenplan mit Übergabewoche KW 38 (ab 17.09.) wohl nicht eingehalten werden wird, sondern dass wir die Übergabe wahrscheinlich früher machen können! Die Endmontage in Sachen Sanitär und Elektro erfolgt noch diese Woche, und dem Treppenbauer und der Glaserei, die auch für die Türen zuständig ist, will er Bescheid geben, dass die nächste Woche fertig werden sollen. 
Selbst wenn das nun doch nicht klappt, macht das aber nichts. Wir freuen uns, dass alles läuft wie am Schnürchen und unser zwar schneller werdendes Tapezieren das einzige ist, was langsam vorangeht. Aber dafür sind wir im Gegensatz zu allen anderen Beteiligten schließlich auch keine Profis!
Und hier sind wir auch schon beim sensationellen Ergebnis der Laien des heutigen Tages, eine tapezierte Wohnzimmerdecke. Ta-ta-ta-tah (einen Trommelwirbel und einen Tusch, bitte!):






Schließlich ist noch eine Profimannschaft am Werk, nämlich die des Garten- und Landschaftsbauers, der nicht unseren Garten geschweige denn eine ganze Landschaft baut, sondern für die Pflasterarbeiten zuständig ist und eine Versickerungsmulde für das Regenwasser auf der Garageneinfahrt anlegen wird. Also für das Regenwasser, das auf die Garageneinfahrt fällt, die Sickergrube wird nicht auf der Einfahrt angelegt.
Unsere Terrassen, Wege und die Garageneinfahrt sollen mit hellen Granitsteinen abgegrenzt werden und eben damit wurde heute begonnen:

Da das endgültige Straßenniveau nur zu erahnen ist, enden die Wege vorerst auf dem Grundstück und nicht an der Grundstücksgrenze an der Straße.
Wie riesig! Ein Tennisplatz!


nur Platz für eine Tischtennisplatte :o)
Die Steine, mit denen gepflastert wird, wurden heute "am frühen Nachmittag" (so die Auskunft des Werkes), also gegen 17:30 Uhr Ortszeit geliefert. 
Wir haben uns für das Modula-Plus-Programm von Berding-Beton in der Ausführung "bianco" entschieden. Das Bild im Internet sowie die Schaufläche in Gehrden bei Hannover zeigen Steine in unterschiedlichen Graunuancen. Auf Paletten sieht das so aus:







Wie das changierend werden soll, weiß hoffentlich das Team des Garten- und Landschaftsbauers...

Jetzt muss ich mich noch mal kurz aufregen. Ich hole etwas aus: Am Freitag war wie berichtet einer da, der das Loch in Julias Wand verschlossen hat. Konkret sah das so aus, dass dieser Herr in Franziskas Zimmer kam, in dem ich allein tapezierte, sich mühsam ein "Guten Tag" auf mein "Guten Tag?" herauswürgte, aus dem Fenster sah und den Raum verließ. Das Fragezeichen hinter meiner Begrüßung ist kein Tippfehler, sondern Absicht.
Friedemann Schulz von Thun sagt, jede Nachricht habe vier Seiten. So auch meine:

  1. Sachebene: Ich wünsche Ihnen einen guten Tag.
  2. Selbstkundgebung: Ich bin die Baudame und frage mich, wer Sie sind und was Sie möchten.
  3. Appellseite: Verraten Sie's mir!
  4. Beziehungsseite: Im Zweifelsfall bezahle ich Sie und wünsche Auskunft.
Tja, der kannte das Modell wohl nicht.
Ich schon, sein "Guten Tag":
  1. Sachebene: Tag!
  2. Selbstkundgebung: Ich bin berechtigt, hier zu sein.
  3. Appellseite: Lassen Sie mich meine Arbeit machen.
  4. Beziehungsseite: Sie sind eine Frau und damit kein qualifizierter Gesprächspartner.
Also ging er ins nächste Zimmer, um dort Daniel anzutreffen und zu erklären, was er will, und sich im Bad zeigen zu lassen, wo noch etwas zu tun ist.
Auf dem Bau spricht Mann wohl nicht mit jeder. 
Das hat sich heute wieder bestätigt, als der mir bis dahin sympathische Fliesenleger zu uns kam und fragte bzw. sagte: "Herr Blankenburg, wo soll denn in der Küche überall die Sockelleiste laufen?" "Herr Blankenburg, wir machen dann jetzt Feierabend." "Herr Blankenburg, der Schlüssel steckt noch in der Haustür."
Frau Blankenburg hat jetzt jedenfalls ein tolles Alltagsbeispiel für den Friedemann, Männer- und Frauensprache sowie Stereotype im Alltag und befasst sich noch ein wenig mit ihrem nahendem Wiedereinstieg.