Dienstag, 17. Juli 2012

Umgehen des absoluten Hausverbotes

Die Festigkeit des Estrichs gestern hatte meine Neugierde geweckt: Ich musste heute Vormittag einfach nach Nienhagen fahren und den Handwerkern beim Estrichlegen über die Schulter schauen.
Zwar waren weder das gestern fotografierte Gerät vor dem Haus noch das unten abgebildete Rüsselding im Einsatz, sondern die Materialien bereits vermischt im Haus, aber gegossen wurde da definitiv nichts:





Wie man sieht, hockten die Herren mit langen Holzbrettern auf dem Boden und verteilten die Masse, die für den Laien nur aussieht wie grober Sand. Tatsächlich aber handelt es sich um eine Mischung aus 1000 kg Kaliumsulfatbinder, etwa 15 t Kies und um die 3000 l Wasser, wie einer der Estrichleger auf Nachfrage erklärte.  Angaben sind auch hier wie immer ohne Gewähr und ohne Gewehr sowieso.

Jetzt haben wir aber absolutes Hausverbot und können uns nur noch die Nasen an den zahlreichen Fensterscheiben platt drücken, durch das Kabelloch in der Tür spähen oder durch die Garagentür in den HWR sehen. Die Schwalben sind einfach zu schmächtig, um einen Rundflug durchs Haus mit Videokamera am Bein zu starten. Zu nix nütze die Viecher.

Montag, 16. Juli 2012

Hausverbot, partielles

Palettenweise Kaliumsulfatbinder KAB 30, ein riesiger Sandhügel und eine Maschine vor dem Haus verraten schon, dass bei uns tatsächlich der Estrich gegossen wird. Auch wenn in der Garage ein Schlauch zu sehen und Schlauch auf etwas Flüssiges hindeutet, scheint mir "Gießen" doch das falsche Wort zu sein - das Zeug ist relativ hart, ich hätte es mir deutlich suppiger vorgestellt. 





Die Konsistenz konnten wir auf der Leiter stehend im Obergeschoss (eigentlich stand nur Daniel auf der Leiter) und im Gästebad im EG näher in Augenschein nehmen. 
Unser Estrich:

Gäste-WC
Flur mit Blick ins Schlafzimmer
Flur und Badezimmer
Flur
Franziskas Zimmer



Erdtöne können soooo schön sein!
Wenn in dem Tempo weiter gearbeitet wird, brauchen die Gießer vermutlich nicht die veranschlagten drei, sondern eher nur zwei Tage. Juchuh, ein Tag mehr zum Trocknen. 

Ausblick: 
Bis Montag passiert dann erst mal nichts, sofern man die Estrichtrocknung als Nichts definiert. Dann kommt die Heizungsanlage, so dass der Estrich aufgeheizt werden kann. In der Woche, in der im Haus nur das passiert, kommen die Erdwärmekolletoren, so dass die Wartezeit nicht zu lang wird. 
Der Garagenboden fehlt auch noch, der läuft im Bauzeitenplan hoffentlich auch unter "Erdarbeiten". Unser Bausachverständiger hat uns übrigens ausdrücklich für die Entscheidung für Pflaster und gegen Betonboden gelobt. Alles richtig gemacht. 

 

Samstag, 14. Juli 2012

Begutachtete Schlangen

Der heutige Tag ist der Tag X-1, der letzte Arbeitstag, bevor der Estrich kommt. Also mussten die Heizungsmonteure heute mit dem Auslegen der Heizschlangen fertig werden, wovon wir gestern noch dachten, es könne nur mit ziemlich vielen Arbeitern oder Überstunden zu schaffen sein. 
Auf dem Weg nach Nienhagen kam uns aber nur ein Sanitärauto entgegen, dessen Insassen pünktlich Feierabend gemacht und zur vollen Zufriedenheit unseren Bausachverständigen gearbeitet hatten. Hier eine kleine Auswahl an Heizschlangenfotos aus dem Obergeschoss:

Auch die Sauna braucht keine Fußbodenheizung.





Nun Schlangen aus dem EG. Auf einigen Fotos, insbesondere auf denen aus den Wohnräumen, kann man übrigens gut erkennen, dass die Schlangen sehr exakt mit optimalem Abstand verlegt sind. Als Kontrollhilfe dient das Karomuster auf der Folie.







Die roten Überzüge an den Türen verhindern übrigens das Reißen des Estrichs bei Temperaturunterschieden in den einzelnen Räumen.

Schließlich ist noch anzumerken, dass man nun auch von außen erkennen kann, dass wir SVO-versorgt sind:



Donnerstag, 12. Juli 2012

Kilometerlange Schlangen

schlängeln sich durch das Erdgeschoss - und das nicht, weil sie es im Gegensatz zu den Schimpansen sogar aus dem Erlebniszoo Hannover heraus und nicht nur aus dem Gehege herausgeschafft haben, sondern weil es sich um unsere Fußbodenheizungschlangen handelt:

Gästebad - die Duschtasse bekommt keine Heizung, muss aber auch nicht frieren, da die wenigsten kalt duschen
Hier in der Diele geht es morgen weiter.
Angeschlossen!
Wohnesszimmer
Küche - auch die Küchenzeile wird nicht beheizt.

Arbeitszimmer


Heizschlangen-ins Styropor-Tacker

Am Montag sollten wir, ich hatte es erwähnt, mit Strom, Wasser und einem Telefonanschluss versorgt werden, was wegen einer fehlenden Unterschrift aber nicht geklappt hatte. Inzwischen ist auch bei der SVO schriftlich angekommen, dass wir die bezahlten Anschlüsse wirklich haben wollen und nicht einfach einiges an Geld zu verschenken haben, so dass die Anschlüsse tatsächlich gelegt worden sind. Der Beweis:



Von unseren Schwalben ist zu berichten, dass sie recht munter sind, obwohl sie sich sicher ein wenig belästigt gefühlt haben müssen, als der Speicherboden beplankt worden ist. Davon gibt es aber keine Fotos, weil wir im OG keine Leiter haben, die es uns ermöglicht, auf den Boden zu steigen oder wenigstens Fotos zu machen.

 
Für morgen stehen also noch das Legen der Schlangen in der Diele und im kompletten OG an, bevor Montag der Estrich gegossen wird. im Bad fehlen zudem noch die Platten und die Folie. Aber das wird!


 

 

Mittwoch, 11. Juli 2012

Fortsetzung: Die weiße Pracht

Die Styroporberge scheinen nicht kleiner zu werden und doch ist die mit Styroporplatten belegte Fläche deutlich größer geworden. Die Folienbahnen darauf sind außerdem nun nicht nur mit kleineren Klebestreifen aneinander geklebt, sondern über die komplette Schnittstelle:










Ich konnte übrigens bei allen Gedanken um die Neuerungen im Badezimmer doch ganz gut schlafen. Es hätte mich im Nachhinein auch sehr geärgert, wenn ich wegen dieser paar vernachlässigten Rohre nicht hätte schlafen können:




Was das sechseckige Ding ist, weiß ich nicht. Ich musste an Molekülzeichnungen in der Organischen Chemie denken, ohne noch zu wissen, was das Besondere war. Irgend etwas mit Kohlenstoff und Wasserstoff. Egal. Keine weiteren Exkurse. Ich bleibe dem Ding aber auf der Spur.
Unten verschwinden Rohre zwischen Styroporplatten in neuer trocknender Matschpampe - Franziska ist es egal, ob das Zeug Zement, Estrich, Beton, Putz oder wie Im Sandkasten Wasser mit Sand heißt. Ein Universalbegriff. Der Sahelzonenbewohner wundert sich schließlich auch, warum der Inuit mehrere Wörter für Schnee hat.




Der Einbau der diversen Rohre ist eine überaus komplexe Sache, wie man sieht:








Diese Menge lässt auch die Größe der Heizungskästen, der ehemaligen Krabbeltüren, gerechtfertigt erscheinen.





Sämtliche Anhänger sind inzwischen auch vom Grundstück geschafft worden. Eine parkartige Anlage entsteht vor dem inneren Auge des Betrachters:





Zu guter Letzt noch die verbliebenen Mengen an Styropor: