Freitag, 27. April 2012

Servicewüste Deutschland

Damit wir auch pünktlich zum Einzug einen Telefonanschluss haben, habe ich mich - Bauherr - bereits im Januar mit der Telekom in Verbindung zu setzen versucht. Die angegebene Adresse des Bauherrencenters gab es leider nicht mehr. Im Telekomladen selbst konnte mir nur ein Flyer in die Hand gedrückt werden, der auf die Bauherrenhotline verwies. Dort war aber auch die Möglichkeit eines Online-Antrags angegeben. Diese habe ich genutzt und die Daten eingegeben. Es gab dann auch eine E-Mail mit Bestätigung des Eingangs des Antrags und einer Auftragsnummer. Dann passierte erst mal nichts. Ich habe dann zweimal per E-Mail angefragt, wie der Bearbeitungsstand sei und jeweils eine Vertröstungs-E-Mail erhalten.

Nun ist mir der Kragen geplatzt und ich habe die Bauherrenhotline angerufen, um den Bearbeitungsstand von einem Telekommitarbeiter zu erfahren. Nach 25 (!) Minuten in der Warteschleife habe ich endlich jemanden erwischt. Dieser teilte mir mit, dass ich doch eigentlich schon längst die Unterlagen erhalten haben müsste, wenn der Antrag richtig gestellt worden wäre. Da dies nicht der Fall war, hat er den Antrag nochmals neu aufgenommen. Es hatte dabei allerdings eine Zeit lang gedauert, bis er es geschafft hatte, die Adresse Klaus-Gärtner-Ring in das System einzugeben, da es diese Straße nicht kannte. Angeblich soll ich die Unterlagen nun in der nächsten Woche erhalten. Ich bin sehr gespannt!

Ein weiteres Trauerspiel war die Suche nach einem Gartenbauunternehmen für die Pflasterarbeiten. Wir haben bei fünf Unternehmen angefragt. Lediglich Gartenbau Zander hat uns freundlich emfangen und zeitnah ein Angebot erstellt. Bei den anderen hat das Angebot entweder ewig gedauert oder es wurde erst überhaupt keines erstellt. Wir haben bei fast allen Unternehmen den Eindruck gehabt, dass eigentlich kein Interesse an dem Auftrag besteht, wenn nicht ein Naturstein oder eine große Platte gewählt wird, was mindestens zwischen 50,- bis 100,- EUR pro qm kostet. Da wir von der Firma Zander den besten Eindruck hatten, war es auch nicht tragisch, dass nicht alle ein Angebot eingereicht haben. Wir konnten die Firma Zander guten Gewissens beauftragen. Daher habe ich mich heute mit Herrn Zander am Grundstück getroffen und wir haben die ersten Details abgesprochen. Zumindest die Garageneinfahrt und den Zugang wollen wir bis zum Einzug gepflaster haben.

Und immer noch mehr Verblender






Die Größe eines Hauses zeigt sich an der Dauer des Verklinkerns. Das ist bestimmt eine alte Handwerkerweisheit. Zum besseren Bestaunen der großen Fläche bauen die Handwerker auch jeden Tag ihre Gerüste wieder ab.
Innen hat sich auch etwas getan: Die restlichen Stützpfeiler sind abgebaut worden, die Decke hält, und wir können unsere Tanzsäle in ihrer Größe bestaunen:
Blick von der Kücke Richtung Garten

Ess- und Wohnzimmer

vom Esserkerchen Richtung Haustür

von der Haustür Richtung Esserkerchen
So, wer hatte Probleme, Esserkerchen zu lesen? Ein kleiner Ess-Erker ist gemeint. 
Unsere Diele wird auch mit Treppe nicht klein. Dann gibt's auch später kein Gedrängel, wenn sich alle Mitglieder der Familie Blankenburg gleichzeitig Schuhe und Jacken anziehen, der Postbote schellt, jemand zum Telefon rennt und die Katzen herumwuseln. 

Donnerstag, 26. April 2012

Und noch mehr Verblender









Gestern ging's an der Gartenseite mit Dämmen und Verblenden los. Die täglichen Fortschritte sind weiter groß, aber nicht mehr so beeindruckend wie das Hochziehen der Wände. Das stetige, zügige und ordentliche Fortschreiten bestätigt uns wieder einmal in der Wahl des Bauträgers, der seinen Mitarbeitern Montag einen Brückentag einräumt - und das in einem Bundesland, das kein Allerheiligen, kein Fronleichnam und keine freien Karnevalstage hat!

Mittwoch, 25. April 2012

Immer noch Verblender

Gestern Vormittag sah es jedenfalls hier in Celle so aus, als könnten wir endlich Innenwände im Obergeschoss bewundern: Hier hat's länger und zum Teil recht ergiebig geregnet.
Doch zu früh gefreut, es wurde weiter am Verblender gearbeitet: 



Jetzt müssen also nur noch die Garage, die Gartenseite und der Friesengiebel verblendet werden, bis wir ganz geblendet sind.
Langsam gewöhnen wir uns an unser Obergeschoss und erfassen die wahren Dimensionen. Klein ist anders.
Das findet auch unser Bausachverständiger, der mit unserem Bau sehr zufrieden ist und gestern nichts zu beanstanden hatte. Das ist sicher eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen man jemanden fürs Nichtstun (vom Gucken mal abgesehen) gerne bezahlt! 

Montag, 23. April 2012

Kriechboden

Das ist der Kriechboden über unserem Friesengiebel, genau über unserem Bett:


Das Bild sieht ja noch ganz witzig aus, lässt es doch von der - bewusst klein gehaltenen - Größe des elterlichen Schlafzimmers nichts erahnen.
Der Blick ist trotz SPARGELfeld toll. 

  

Vielleicht lässt der Bauer ja mit sich reden, wenn wir ihm glutenfreien Erdbeerkuchen versprechen. Oder selbst gemachtes Erdbeereis. Zur Not würde ich auch selbst Marmelade einkochen.
Jetzt kommt der erschreckende Blick auf den restlichen Kriechboden, äh auf unser Obergeschoss:
 

Es fällt doch etwas schwer, sich die Steine als verputze und tapezierte Wände vorzustellen, das Werkzeug weg- und Veluxfenster herzudenken, sowie verkleidete und ebenfalls tapezierte Schrägen und Decken zu sehen. Aber im Moment wirkt unser Obergeschoss eben eher wie ein Kriechboden und hat weniger etwas von der großzügig geplanten Fläche für Kinder-, Schlaf- und Badezimmer. Für das bauherrliche und baudämliche (?) Gefühl sollte besser weiße Folie verwendet werden.
Naja, aus dieser Perspektive erhält man einen realistischeren Eindruck. Allein die Größe der Dacheflächenfenster lässt hoffnungsvoll stimmende Rückschlüsse auf die tatsächliche Raumgröße zu:

 

Innenwände gibt es also noch nicht, das heißt, das Wetter ist schön und es wird eifrig weiter verblendet:


Freitag, 20. April 2012

Der Regen kann kommen!

Nachdem für heute oder Montag angekündigt war, dass die Dachdecker das Dach schließen wollen, haben sie es heute schon geschafft. Damit bleibt zumindest das Holz im Dachstuhl trocken, sollte es doch mal richtig regnen.
Zudem waren die Maurer wieder fleißig und haben die zweite Giebelwand fertiggestellt und die Verblender am Erker weiter hochgezogen.






Und hier sind die traurigen Überreste unseres Richtkranzes zu sehen.

 

Der wahrscheinlich teuerste Blumenstrauß der Welt

Heute ist die Rechnung für die nächste Abschlagszahlung gekommen.